Pulled Pork mit etwas mehr Wissenschaft

Pulled Pork mit etwas mehr Wissenschaft

Pulled Pork ist nach wie vor eines der beliebtesten BBQ-Rezepte unter den ambitionierten Grillern. Nachdem ich bereits eine Variante von Pulled Pork für die weniger ambitionierten Griller in meinem Artikel „Pulled Pork ohne große Wissenschaft“ vorgestellt habe, möchte ich nun auch mein Rezept für den Hardcore-Griller vorstellen. Das Pulled Pork lässt sich anschließend weiter zu einem Pulled Pork Burger verarbeiten.

Zubehör für Pulled Pork:

  • Marinier-Spritze
  • Dry-Rub
  • Kerntemperatur Thermometer
  • Räucherspäne
  • Optional: Vakuumiermaschine

Der prinzipielle Ablauf:

  1. Gutes Fleisch verwenden. Ich habe gute Erfahrungen mit Schweineschulter oder Schweinenacken gemacht. Das Stück sollte mindestens 1 kg wiegen, besser mehr. Kleinere Mengen gelingen nicht so gut. Falls etwas übrig bleibt, kannst du es einfach einfrieren.
  2. Das Fleisch mit dem Dry-Rub einreiben und vakuumieren. Anschließend über Nacht in den Kühlschrank legen.
  3. 1 Std. vor dem Grillen das Fleisch aus dem Kühlschrank nehmen und die Folie entfernen.
  4. Die flüssige Marinade wird in gleichmäßigen Abständen von ca. 4 cm eingespritzt. Thermometer einstecken.
  5. Das Fleisch wird bei ca. 110 °C im vorgeheizten Kugelgrill (am besten eignet sich der sogenannte Minionring) mit gewässerten Räucherspänen geräuchert. Eine zweite Ladung dazugeben, wenn der Rauch sich verflüchtigt hat.
  6. Die Temperatur immer im Auge behalten und ggf. über die Luftschieber nachregeln.
  7. Das Fleisch braucht ca. 4-5 Stunden pro Kilo. Ich würde lieber einen Puffer einrechnen und das Fleisch eher warm halten als die Gäste 2-3 Stunden warten zu lassen.
  8. Die sogenannte Plateauphase startet bei ca. 70 °C. Ab hier steigt die Temperatur nur noch sehr langsam. Über das „Warum das passiert“ wurde schon mehr als genug philosophiert. Wichtig ist, einfach weiter machen.
  9. Solange weiter grillen bis die Kerntemperatur von ca. 92 °C erreicht ist. Vorher prüfen, ob es sich bereits leicht „pullen“ lässt. Falls nicht, solltest du noch etwas Geduld haben.
  10. Anschließend vom Grill nehmen und 30 Min. in Alufolie ruhen lassen.
  11. Jetzt kann der spaßige Teil beginnen: Pullen und genießen oder weiter verarbeiten…

Pulled-Pork_Pinterest

Viel Spaß beim Nachkochen!